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Nagelstudio Au: 2 Einträge gefunden

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Brancheninfo: Nagelstudio

Nagelstudio

Mit dem Begriff Nagelstudio wird ein Dienstleistungsbetrieb bezeichnet, der die Gestaltung von Nägeln mit verschiedenen Hilfsmitteln anbietet. Teilweise streift ein Nagelstudio die Bereiche der Maniküre (Pflege der Hände) und Pediküre (Pflege der Füße).
Oftmals werden in einem Nagelstudio auch zusätzliche Dienstleistungen angeboten. Häufig ist ein Nagelstudio in einen Schönheits- oder Beautysalon integriert, in dem ein Verwöhnprogramm für den ganzen Körper angeboten wird.

Gestaltungsmöglichkeiten im Nagelstudio

Der gestalterischen Phantasie sind im Nagelstudio so gut wie keine Grenzen gesetzt. Im Nagelstudio zum Einsatz kommen die verschiedensten Techniken. Zu den gängigen Gestaltungstechniken im Nagelstudio gehören die Nagelmodellage sowie verschiedene Verzierungstechniken, deren Qualität stark von der Kompetenz des Nagelstudio-Personals abhängen.

Die Nagelmodellage

Hierbei werden die Nägel der Finger oder der Füße im Nagelstudio künstlich verlängert und verstärkt. Zum Einsatz kommen Kunstnägel aus verschiedenen Materialien:

- Fiberglas: Früher sehr verbreitet war Fiberglas, das in einzelnen dünnen Streifen auf den Naturnagel geklebt wurde. Diese Technik kommt heute im Nagelstudio allerdings kaum mehr zum Einsatz, da sie besonders umständlich ist.
- Acryl: Hier werden im Nagelstudio eine bindende Flüssigkeit und besonders feines Acrylpulver kombiniert, um den Nagel aufzubauen. Nach dem Aushärten des Materials ohne weitere Hilfsmittel bleibt ein Kunstnagel zurück, der sich aufgrund seiner enormen Härte im Nagelstudio besonders gut weiterverarbeiten lässt und außerordentlich beständig ist.
- Gel: Das Gel, das im Nagelstudio zum Einsatz kommt, besteht ebenfalls aus einer acrylhaltigen Substanz. Es wird allerdings nicht mit einem Zweikomponentenmodell gearbeitet. Das flüssige Gel wird im Nagelstudio auf den Naturnagel aufgetragen und härtet in einem speziellen Gerät unter UV-Licht aus. Die Gelmethode bietet dem Nagelstudio besonders vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.
- Kunststoffnägel: Im Nagelstudio können auch fertige Nägel aus Kunststoff appliziert werden. Dazu wird der natürliche Nagel angeraut und der künstliche Nagel aufgeklebt. Häufig wird im Nagelstudio dieses Verfahren mit einem der bereits genannten Aufbaumodell kombiniert, um ein optimales Ergebnis zu erreichen.

Bei der Nagelmodellage muss insbesondere der Hygieneaspekt beachtet werden. Nach der Bearbeitung des Nagels im Nagelstudio ist der Nagel besonders anfällig für diverse Erkrankungen des Nagelbetts. Zudem besteht erhebliche Verletzungsgefahr, wenn ein künstlich aufgebauter Nagel abreißt und somit den Naturnagel beschädigt. Besonders Menschen, die in hygienisch sensiblen Bereichen arbeiten (wie zum Beispiel medizinisches Personal), sollten diesen Aspekt beachten.
Generell sollte die Nagelmodellage ausschließlich in einem professionellen Nagelstudio von einer gut ausgebildeten Nagelstudio-Fachkraft durchgeführt werden.

Welche Verzierungen sind im Nagelstudio möglich?

Im Nagelstudio kommen die verschiedensten Verzierungen (auch "Nailart" genannt) zum Einsatz. Von der Verzierung der Nagelspitze mit weißem Lack ("French manicure") über die detailreiche Bemalung mit dünnsten Pinselstrichen bis hin zur Applikation von Steinchen, Einlegemotiven oder Glitzerstaub ist im Nagelstudio alles möglich.

Au

Au

Der Begriff Au bezeichnet ein Münchner Stadtviertel, das zusammen mit Haidhausen den Stadtbezirk "Au-Haidhausen" bildet. Die Au wird nördlich begrenzt durch das Deutsche Museum bzw. südlich durch die Wittelsbacherbrücke. Das Bild der Au ist geprägt von Altbauten und den Isarauen.
Die Au ist ein aufstrebendes Viertel, das früher als "Glasscherbenviertel" verschrien war und heute immer mehr junge Leute anzieht. Einerseits liegt die Au zentral und ist somit verkehrsgünstig angebunden, andererseits haben sich in der Au und vor allem im benachbarten Glockenbachviertel viele Bars und Kneipen angesiedelt.

Geschichte der Au

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Au um 1340 als "Awe ze Gyesingen". Wörtlich übersetzt bedeutet Awe bzw. Au "Land am Wasser", was sich durch die Nähe zur Isar erklären lässt. Im Gegensatz zu anderen Münchner Stadtvierteln wuchs die Bevölkerung in der Au rasch an: 1806 lebten bereits 6000 Einwohner in der Au. Kurze Zeit später, 1808, wurde die Au in den Rang einer Stadt erhoben - als "Vorstadt Au".
Ab 1818 bildete die Au mit Untergiesing eine eigene Gemeinde, bevor sie 1854 nach München eingemeindet wurde. In den nächsten Jahren entwickelte sich die Au zu einem Handwerkerviertel und zur "Arbeitervorstadt". Immer mehr Häuser wurden gebaut, um der wachsenden Einwohnerzahl gerecht zu werden. Im Zweiten Weltkrieg wurde aber rund die Hälfte des Wohnungsbestandes wieder zerstört.

Die Au heute

Aktuell steht in der Au nur noch rund ein Fünftel der Wohnungen vor dem Zweiten Weltkrieg. Deshalb sind die Altbauten in der Au so begehrt, was auch die Preise dafür hochtreibt. Während die Au früher als Arbeitervorstadt bekannt war, hat sich dieses Image längst geändert: Handwerks- und Gewerbebetriebe wurden weiter ausgelagert, neuer Wohnraum kam hinzu. Die Au ist heute beliebter denn je.
Trotzdem hat sich die Au gewisse Traditionen bewahrt. So findet beispielsweise dreimal jährlich die "Auer Dult" statt. Der traditionelle Jahrmarkt in der Au gastiert auf dem Mariahilfplatz neben der Mariahilfkirche und bietet verschiedene Fahrgeschäfte, Essensstände und eine Art Flohmarkt, bei dem man von Töpfen über Bücher bis hin zu traditioneller Trachtenkleidung alles Mögliche kaufen kann.
Daneben war die Au früher bekannt für ihre vielen Brauereien, von denen heute aber leider nur noch wenige erhalten sind. Brauereibesitzer hatten sich in der Au angesiedelt, weil das Stadtviertel dank der Nähe zur Isar ideale Bedingungen für die unterirdische, kühle Lagerung von Bier bot. Bekannt ist die Paulaner-Brauerei und das nahe gelegene Gasthaus "Paulaner am Nockherberg", das einmal jährlich den traditionellen Starkbieranstich im Salvatorkeller veranstaltet.

Verkehrsanbindung in der Au

Da die Au zentral in München gelegen ist, erreicht man sie sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut. Eine wichtige Straße ist die Ohlmüllerstraße, die Verlängerung der Frauenstraße (zu erreichen über die Reichenbachbrücke).
In der Au halten verschiedene Linien der öffentlichen Verkehrsmittel, erwähnenswert ist die Tramlinie 27 (Haltestelle Mariahilfplatz), die Buslinie 52 (Haltestelle Mariahilfplatz) und die U-Bahnlinien U2 und U1 (Haltestelle Kolumbusplatz).