Lackierer München
Ein
Lackierer ist ein Facharbeiter, der sich auf Anstriche aller Art und sichtbare sowie nicht sichtbare Vor- und Schlussbeschichtungen an Decken, Wänden und anderen Flächen (wie beispielsweise Fenster und Türen) in Innen- und Außenbereichen spezialisiert hat. Die offizielle Berufsbezeichnung lautet Maler und Lackierer beziehungsweise Malerin und
Lackiererin.
Eine
Lackiererei beschichtet unter anderem auch Flächen, um diese beispielsweise vor Rost zu schützen. Ein wichtiger Berufszweig für
Lackierer ist die Tätigkeit in der Automobilbranche, hier spricht man von einem
Fahrzeuglackierer.
Berufsbild eines Lackierers
Ein
Maler und Lackierer hat in der Regel zwei Tätigkeitsbereiche. Das eine ist das Beschichten: Das bezeichnet die Behandlung (einschließlich der Vorbehandlung) von Oberflächen und dem Aufbringen von Belägen, also beispielsweise Folienbeschichtungen und Tapezieren. Die andere Tätigkeit ist das
Bemalen und Lackieren, also die Aufbringung von verschiedenen Lack- und Farbschichten, die der Verschönerung und dem Schutz von Flächen dienen.
Eine
Lackiererei bringt Farben und Lacke auf unterschiedlichen Materialien auf wie Metall, Kunststoff, Holz, Beton, Stein und Putz.
Lackierer arbeiten mit verschiedenen Arbeitsmethoden wie Grundieren, Schleifen, Spritzen, Tauchen, Streichen und Fluten und mit Arbeitsgeräten wie Spachtel, Pinsel, Farben, Lacken und chemischen Lösungsmitteln, um Wände, Decken, Böden, Türen, Fenster, Möbel, Geräte, Maschinen und Bauteile zu
bemalen und lackieren.
Lackierereien können beispielsweise in Wohnhäusern arbeiten, aber auch in Fabriken, Werkstätten, Werkhallen und Lackierstraßen. Wer als
Lackierer viel an Großobjekten und Fassaden arbeitet, sollte sich zusätzlich noch mit dem Aufstellen von Gerüsten auskennen. In vielen Arbeitsstätten wird Wert auf Kompetenz bei Beratungs- und Verkaufsgesprächen mit Kunden gelegt.
Die Ausbildung zum Lackierer
Wer in Deutschland Maler und
Lackierer werden will, muss eine dreijährige Ausbildung absolvieren. Bei der Ausbildung gibt es drei Fachrichtungen: Gestaltung und Instandhaltung, Kirchenmalerei und Denkmalpflege und Bauten- und Korrosionsschutz. Diese Richtungen sind von den Inhalten her in den ersten beiden Jahren identisch, im dritten Ausbildungsjahr unterscheiden sie sich aber.
Nach der neuen Prüfungsordnung kann ein
Lackierer direkt nach der Gesellenprüfung eine Meisterprüfung ablegen. Lackierer, die eine Meisterprüfung ablegen möchten, werden in den Bereichen Berufspädagogik, Betriebswirtschaft, Fachtheorie und Fachpraxis unterrichtet.
Sonderfall Fahrzeuglackierer
Wer als
Lackierer in der Automobilbranche tätig sein möchte, muss eine andere Ausbildung machen: Während es früher bei der normalen Ausbildung zum
Maler und Lackierer einen Schwerpunkt "
Fahrzeuglackierer" gab, ist der Beruf Fahrzeuglackierer heutzutage eine eigene Ausbildung. Sie dauert ebenfalls drei Jahre.
Fahrzeuglackierer beschäftigen sich hauptsächlich mit dem
Lackieren von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen und der Anbringung von Werbemotiven, Schriften oder individuellen Bildmotiven an Fahrzeugen.