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Bauunternehmung Lehel: 3 Einträge gefunden

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Brancheninfo: Bauunternehmung

Bauunternehmen

Ein Bauunternehmen ist eine Firma, die Bauleistungen erbringt und auf eigenen oder fremden Grundstücken Bauarbeiten tätigt. Neben dem Bau selbst bieten Bauunternehmen auch andere, den Bau betreffende Leistungen an. Bauunternehmen werden überwiegend durch technisch ausgebildete Fachkräfte geführt. Bauhandwerksbetriebe brauchen einen handwerklichen Betriebsleiter, welcher eine Ausübungsberechtigung vorweisen kann (wie beispielsweise Maurermeister, Straßenbaumeister oder Polier).
Neben der Errichtung von gesamten Bauwerken führen Bauunternehmen auch Renovierungen und Sanierungen (zum Beispiel von Bädern, Fassaden oder Altbauten), Umbauten, Reparatur- und Kleinarbeiten durch. Die Bauunternehmen sind ein maßgeblicher Träger der Bauwirtschaft. Nicht zur Bauwirtschaft hingegen gehören die Baustoffindustrie, Baubehörden, Bauforschungsinstitute und Bauträgergesellschaften.

Arten von Bauunternehmen


Man unterscheidet zwischen drei verschiedenen Formen von Bauunternehmen:

- Fachunternehmer: Ein Fachunternehmen ist ein Bauunternehmen, das auf einen oder mehrere Leistungen eines Bauunternehmens spezialisiert ist - beispielsweise wenn sich ein Bauunternehmen auf den Tunnelbau ausgerichtet hat. Für einige Bauvorhaben ist es günstiger, mehrere Fachunternehmen statt ein Generalunternehmen anzuheuern, da bei Generalunternehmen ein Koordinationsaufwand mitgerechnet wird und andere Zuschläge einkalkuliert werden müssen.
- Generalunternehmer: Ein Generalunternehmer erbringt alle anfallenden Bauleistungen, die für die Errichtung eines Bauwerks nötig sind, selbst. Der Generalunternehmer vereinbart mit dem Bauherrn, dass er bestimmte Leistungen an Subunternehmer weitergeben darf - trotzdem bleibt der Generalunternehmer aber verantwortlich für alle Leistungen. Der Vorteil beim Einsatz eines Generalunternehmers beim Bauunternehmen ist der, dass der Bauherr keine Koordination der einzelnen Gewerke übernehmen muss und bei Problemen nur einen Ansprechpartner hat, und nicht viele verschiedene. Der Nachteil besteht darin, dass der Generalunternehmer für seine Koordinierungsleistungen oft einen Aufschlag verlangen muss.
- Totalunternehmer: Der Totalunternehmer geht noch eine Stufe weiter als die anderen Bauunternehmen. Neben der Errichtung des Bauwerks erbringt er nämlich auch noch die Planungsleistungen. Im Gegensatz zum Generalunternehmen übernimmt der Totalunternehmer auch die Ausführungsplanung, teilweise auch die Entwurfs- und Genehmigungsplanung. Diese Aufgaben würden normalerweise die vom Bauherrn beauftragten Planer durchführen. Ein Totalunternehmer trägt also die Gesamtverantwortung für die Ausführung und Planung bei der Errichtung eines Bauwerks.
Als weitere Form kennt man in Japan die Zenekon, ein sehr großes Bauunternehmen, das deutlich mehr Aufgaben als der Totalunternehmer in Deutschland hat: Die Zenekon ist gleichzeitig Bauherr, Architekt, Materiallieferant und erteilt sich - zumindest in der Präfektur Tokio - sogar selbst die Baugenehmigung.

Lehel

Lehel München

Mit dem Begriff Lehel wird ein zentral gelegener Münchner Stadtteil bezeichnet. Gemeinsam mit dem Altstadt-Viertel bildet das Lehel den Bezirk "Altstadt-Lehel" (Bezirk1). Der Bezirk ist lediglich 316 Hektar groß und wird von ungefähr 18000 Münchnern und Münchnerinnen bewohnt.

Lage und Verkehrsanbindung des Lehel

Das Lehel schließt direkt östlich an die Altstadt an. Im Westen bildet somit der Altstadtring die Grenze des Viertels. Im Osten wird das Lehel durch die Isar begrenzt. Das nördliche Ende bilden die Königinstraße und die Max-Joseph Brücke, das südliche die Ludwigsbrücke.
Das Lehel verfügt über eine sehr gute Verkehrsanbindung. Das Viertel wird unter anderem von den U-Bahn Linien 4 und 5 sowie von diversen Tram- und Buslinien bedient. Für Autofahrer ist die günstige Lage direkt am Altstadtring von großem Vorteil.

Geschichte des Lehel

Bereits im 14. Jahrhundert war der Bereich des heutigen Stadviertels Lehel bewohnt. Ärmere Leute, die nicht in der Stadt wohnen durften, besiedelten das von Wasserläufen und Wald dominierte Gebiet. Das Lehel ist somit die älteste Vorstadt Münchens. 1724 wurde das Lehel in die Stadt München (gegründet 1158) eingemeindet.
Im Zuge des 19. Jahrhunderts wurde das Lehel ein immer beliebteres Stadtviertel. Aufgrund der Nähe zur Innenstadt und der hohen Lebensqualität durch Isar und Englischem Garten hält diese große Beliebtheit bis heute an.

Woher kommt der Name Lehel?

Nach einer Reform des Münchner Stadtgebietes, die 1812 durchgeführt wurde, wurde das Lehel für einige Zeit wegen dem dort errichteten Kloster St. Anna offiziell als St.-Anna-Vorstadt bezeichnet. Diese Bezeichnung konnte sich jedoch nie durchsetzen: für die Münchner war das Gebiet östlich der Altstadt schon immer das Lehel. Die Herkunft des Namens Lehel als Bezeichnung für diesen Bereich ist nicht eindeutig geklärt. Auenwälder wurden früher häufig als "Lohe" bezeichnet, kleinere Wälder dieser Art als "Löhel". Sehr wahrscheinlich ist, dass der Name des Viertels hier seinen Ursprung hat.
Manche Historiker führen den Namen des Viertels allerdings auch auf die bayrische Bezeichnung für ein kleines Lehen ("Lehel") oder die Exekution des ungarischen Kriegsherren Lehel (die 955 in der Nähe von Regensburg stattfand) zurück. Früher wurde der Name des Viertels mit einem Rachenlaut (also "Lechel") ausgesprochen. Im Laufe der Zeit hat sich allerdings die schriftgetreue Aussprache durchgesetzt.

Das Lehel Heute

Das Lehel ist eines der beliebtesten Münchner Stadtviertel. Ein großer Teil der Altbauten ist inzwischen komplett saniert und renoviert, die Verkehrsanbindung wurde stetig verbessert. Im Lehel befinden sich zahlreiche Gebäude der bayrischen Staatsregierung (unter anderem das Wirtschaftsministerium, die Regierung von Oberbayern...).
Ein besonders beliebter Punkt im Lehel ist der (unter Graf Rumford erbaute) Englische Garten. Der Park ist einer der größten innerstädtischen Grünflächen weltweit. Nicht nur die Bewohner des Lehel schätzen den Englischen Garten. Ganz München und viele Touristen kommen regelmäßig, um die weitläufigen Wiesen, den Blick vom Monopteros oder eine Erfrischung im Biergarten am Chinesischen Turm zu genießen.