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Brancheninfo: DTP

DTP - Desktop Publishing

Der Begriff Desktop Publishing (auch kurz DTP genannt, bedeutet "Publizieren vom Schreibtisch aus") bezeichnet das Anfertigen von hochwertigen Dokumenten mit Hilfe eines Desktop-Computers, Layout-Software, Scanner und Drucker. Die Dokumente dienen später als Publikationen, beispielsweise als Broschüren, Bücher, Magazine und Kataloge. Kurz gesagt: DTP ist Textverarbeitung plus Grafik und Layout.
Desktop Publishing wird seit etwa 1992 häufig bei Printprodukten eingesetzt. Während früher noch die fotografischen Techniken der Druckvorstufe durchlaufen werden mussten, erledigt man diese Aufgaben heute per DTP.

Vorteile des DTP

Die Vorteile des Desktop Publishing im Überblick:

- Die Arbeit wird einfacher: Mit DTP können die Einzelschritte von der Textproduktion bis zur Herstellung der druckfähigen Textvorlage von einer einzigen Person an einem Arbeitsplatz durchgeführt werden. Die Gesamtzahl der beteiligten Personen verringert sich erheblich, was zu Einsparungen führt.
- Die Arbeit wird schneller und flexibler: Der Anwender hat die Möglichkeit, Veränderungen am fertigen Produkt noch kurz vor dem Druck vorzunehmen - ohne großen Aufwand.
- Die Arbeit wird kontrollierbarer: Gerade bei fremdsprachlichen Druckerzeugnissen, die vor allem von Übersetzern oft bestellt werden, kann man Tippfehler oder andere Fehler vermeiden, indem man in jeden Arbeitsschritt eingreifen kann.

Nachteilig beim Desktop Publishing ist nur die Tatsache, dass DTP sehr schulungsintensiv ist und dass eine einzige Person, oft für viele Aufgaben wie Rechtschreibung, Zeichensetzung und Silbentrennung zuständig ist.

Die Entstehung des DTP

Das DTP wurde 1985 von den Firmen Apple, Adobe, Aldus und Linotype erfunden. Gutenbergs Erfindung von Satz und Druck wurde damit zum ersten Mal seit einem halben Jahrtausend tiefgreifend verändert. Adobe entwickelte die erste Seitenbeschreibungssprache PostScript, Aldus das Layout-Programm PageMaker, Apple den ersten voll grafikorientierten Rechner Macintosh und einen PostScript-fähigen Drucker LaserWriter und Linotype steuerte die ersten PostScript-Schriften und den ersten PostScript-fähigen Belichter bei.
Am Anfang wurde DTP von vielen belächelt und als Spielerei abgetan. Heutzutage wird Desktop Publishing aber sogar von Redaktionen und Verlagen eingesetzt. Solche Systeme zur Erstellung von Printmedien oder Dokumentationen nennt man Redaktionssysteme. Mit Hilfe dieser Redaktionssysteme lässt sich der Arbeitsablauf stark automatisieren und vereinfachen.

Komponenten des DTP


Folgende Komponenten braucht man, um ein DTP System herzustellen:

- Computer: Im Zentrum des DTP-Systems steht ein leistungsfähiger Computer (PC oder Apple) mit einem Großbildschirm (etwa 19 Zoll Diagonale)
- Software: Für DTP benötigt man eine Textverarbeitungssoftware, ein Layout-Programm und ein Grafikprogramm
- Drucker: Je nach Einsatzgebiet kommen unterschiedliche Druckverfahren zum Einsatz. Am häufigsten werden Laserdrucker angewandt. Tintenstrahldrucker kommen beim Desktop Publishing eher bei geringeren Druckvolumen zum Einsatz, zum Beispiel beim Druck von Folien. Für Baupläne und technische Zeichnungen kann man auch einen Plotter verwenden.
- Scanner: Ein Scanner liest Grafiken und Texte in PC-Programme ein und findet auch beim DTP Anwendung. Allerdings ist er keine unbedingt notwendige Komponente bei einem DTP-System.

Pasing

Pasing

Mit dem Begriff Pasing bezeichnet man einen Stadtteil in München, der gemeinsam mit Obermenzing den Stadtteil 21 Pasing-Obermenzing darstellt. Pasing liegt im Westen Münchens und grenzt im Süden an die Stadtviertel Blumenau und Lochham, im Westen an Lochham und Aubing, im Norden an Obermenzing und im Osten an Laim.
Bis 1938 war Pasing eine eigene Stadt und wurde dann zwangseingemeindet. Noch heute hat Pasing eine von München fast eigenständige Infrastruktur, auch an der Selbstwahrnehmung des Stadtteils merkt man einigen Bürgern an, dass sie sich nicht zu München gehörend fühlen.

Geschichte von Pasing

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Pasing im Jahr 763 als "villa Pasingas". Aus der Zeit des Mittelalters gibt es wenig überlieferte Nachrichten über Pasing. Erst seit dem 16. Jahrhundert wird Pasing mit einer eigenen Gerichtsbarkeit in den Akten aufgeführt. Mit der neuen Landgerichtseinteilung, die Pasing zum Landgericht München zuordnete, war die alte Politik-Ordnung Pasings als Hofmark aufgehoben. Im Zuge dieser Modernisierung entstanden viele neue Industriebetriebe in Pasing, doch trotzdem war das Bild des heutigen Stadtteils damals immer noch landwirtschaftlich geprägt.
Ein großer Schritt zur Weiterentwicklung von Pasing war mit der Eröffnung der zweiten bayerischen Eisenbahnlinie von München nach Augsburg getan. Fortan wuchs das Viertel - auch, weil immer mehr Münchner Bürger Pasing für sich entdeckten. Gleichzeitig entstanden Schulen und andere Einrichtungen des öffentlichen Lebens. Am 1. Januar 1905 wurde Pasing schließlich zur Stadt ernannt.
Nachdem die Nationalsozialisten an die Macht gelangten, wurde es für Pasing jedoch immer schwerer, die Eigenständigkeit beizubehalten. Da die Nazis München zur "Hauptstadt der Bewegung" machen wollten, gemeindeten sie Pasing 1938 nach München ein.

Pasing heute

Da sich Pasing bis zur jüngsten Vergangenheit als eigenständige Stadt entwickelte, lassen sich kaum Besonderheiten in der Bevölkerungsentwicklung finden - alle Schichten und Bildungsniveaus sind vertreten, ebenso ist der Anteil der Ausländer und Arbeitslosen durchschnittlich. In Pasing gibt es keinen Schwerpunkt auf einem Gewerbebereich, die 21.000 Arbeitsplätze in Pasing verteilen sich auf alle Wirtschaftsbereiche gleich.
In Pasing finden sich überdurchschnittlich viele Schulen und Bildungseinrichtungen, weshalb der Stadtteil auch oft als "Schulstadt" oder "Schulstadtteil" bezeichnet wird. Weitere wichtige Einrichtungen des öffentlichen Lebens sind das Kulturzentrum Pasinger Fabrik, das Alfons-Hoffmann-Altenheim, das Bürgerzentrum Rathaus Pasing und das Klinikum München Pasing.

Verkehrsanbindung von Pasing

Durch Pasing führen einige wichtige Straßen, die für den Autoverkehr von ganz München bedeutend sind, wie beispielsweise die Bodenseestraße und die Planegger Straße. U-Bahnlinien fahren keine nach Pasing, dafür halten aber mehrere S-Bahnlinien an der Station Pasing. Außerdem ist der Bahnhof Pasing auch als Fernbahnhof mit ICE-Systemhalt von Bedeutung.