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Münzen in München

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Münzen München Eine Münze (von lat. mehr

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Münzen Infos

Münzen München


Eine Münze (von lat. moneta) ist meist ein kreisförmiges und relativ zum Durchmesser dünnes, geprägtes oder früher auch gegossenes Zahlungsmittel, das im Allgemeinen als Geld benutzt wird. Münzen bestehen meist aus einer einheitlichen Metall-Legierung, inzwischen häufiger auch aus verschiedenen Materialien. hatten früher, weil sie aus Edelmetallen geprägt waren, gegenüber den Waren eine höhere Wertbeständigkeit. Der Grund liegt darin, dass der Wert des Edelmetalls nur durch die Knappheit sowie durch Angebot und Nachfrage beeinflusst war, nicht jedoch wie bei Waren durch einen in der Ware selbst liegenden Wertverfall. Münzen sind vom Staat autorisierte Zahlungsmittel, die entweder von Staat oder in Lizenz hergestellt werden. Meist werden in die Münzen das Herkunftsland, der Geldwert und die Währungseinheit eingeprägt. Vorder- und Rückseite der Münzen unterscheiden sich häufig. Auch die Ränder können verschieden ausgeführt sein, zum Beispiel geriffelt oder sogar beschriftet. Es existieren auch Münzen, die gelocht sind.

Münzen in München

In München befindet sich auch einiges zum Thema Münzen. Nicht nur, dass es hier viele Sammler und Münzläden gibt, sondern auch eine große Münzsammlung bzw. eine Münzen Ausstellung mit vielen wertvollen Münzen. Die staatliche Münzsammlung  befindet sich in der Residenz in der Nähe des Münchener Odeonsplatz. Wer in München auf der Suche nach einem Münzhändler ist, kann einmal am Hauptbahnhof bei dem Münzhandel vorbeischauen. Dort werden nicht nur Münzen verkauft, sondern dort werden auch Münzankäufe getätigt. Antiquitäten sind bei Sammlern sehr begehrt. Diese findet man oft auch in einem Leihhaus, auch Pfandhaus genannt Noch dazu gibt es in München das bayerische Hauptmünzamt. Dieses ist neben 4 weiteren Standorten in Deutschland für die Prägung der deutschen Euro-Münzen verantwortlich und liefert ca. 20% der Gesamtumlaufmenge. Neben der Produktion von Euro-Münzen, ist das Amt in München auch noch für die Produktion von Siegeln, Wertmünzen und Sondermünzen verantwortlich. Wer Sondermünzen in Auftrag geben will, ist beim Hauptmünzamt genau an der richtigen Adresse.

Geschichte der Münzen

Geschichtlich gesehen, blickt die Numismatik (Lehre der Geschichte der Münze) in Europa und im asiatischen Grenzbereich auf eine lange Historie zurück. Hier ein grober Überblick.

Griechenland

Die ersten Silbermünzen wurden um 550 v. Chr. in Kleinasien und auf der griechischen Insel Ägina geprägt. Bis etwa 400 v. Chr. setzte sich die Münze in ganz Griechenland gegenüber dem Tauschhandel durch. Allerdings gab es kein einheitliches Münzsystem, sondern mehrere Regionen, in denen jeweils eine Münzfamilie dominierte. Nach und nach baute der 17 Gramm schwere attische Tetradrachmon eine dominierende Stellung auf.

Römische Münzen

Die ersten runden Münzen der römischen Republik stammen aus dem 3. Jahrhundert vor Christus. Die erste römische Silbermünze, im griechischem Drachmenstil, wurde gegen 269 v. Chr. geschlagen. Die Silberprägung im großen Stil setzte in Rom aber um 211 v. Chr. mit dem Denar ein. Julius Caesar war der erste Lebende, der auf einer römischen Münze im vollen Kopfprofil abgebildet wurde (44 v. Chr.).

In der Kaiserzeit schlugen Goldschmiede Münzen aus Gold, Silber, Messing sowie Kupfer, wobei jedoch insgesamt das römische Münzwesen unter den Kaisern zusehends verfiel. Ab Anfang des 4. Jahrhunderts setzte sich das juwelenbesetze Diadem gegenüber dem ursprünglichen Lorbeerkranz auf den Vorderseiten der Münzen durch. Die Gesichter der Kaiser wurden immer schlechter dargestellt, was zeigt, dass das Diadem den Kaisern auf ihren Münzen wichtiger war als eine ordentliche Darstellung.

Das Mittelalter

Von der Spätantike bis zum frühen Mittelalter ging der Umlauf von Münzen in Europa stark zurück. Der Tauschhandel nahm zu und größere Geldgeschäfte wurden oft mit ungemünztem Metall beglichen. Karl der Große führte um 792-793 eine Münzreform durch, die zu einer einheitlichen Silberwährung führte. Es wurde der Denar oder Pfennig als die fast ausschließlich geprägte Münze neu eingeführt. Vorangegangen war die Überlegung, dass Gold fast nur durch den Fernhandel zu beziehen war, während Silber in Europa nördlich der Alpen reichlich vorhanden war. Daher hob Karl die Goldbindung des Geldes auf und führte den Silberdenar als reichsweit geltende verbindliche Währung ein.

Das ursprünglich königliche Münzrecht weitete sich allerdings im Heiligen Römischen Reich zunehmend auf weitere weltliche und geistliche Würdenträger aus, was eine Vielzahl an unterschiedlichen Versionen des Pfennigs und eine allgemeine Verringerung des Silbergehalts der Münzen zur Folge hatte.

Goldmünzen wurden im Hochmittelalter nur selten geschlagen. Erst im 13. Jahrhundert setzten verstärkte Goldprägungen ein. Diese Entwicklung ging von den italienischen Handelsstädten aus. In Frankreich und England waren Goldmünzen weiter verbreitet und die einzelnen Stücke deutlich größer als im Reich. Als weitere Entwicklung des 13. Jahrhunderts kam in Deutschland der Groschen als größere Silbermünze auf. Die Münzbilder des Groschens zeigten erstmals verstärkt auch Fürsten des jeweiligen Territoriums.

Im deutschen Münzrecht war das Jahr 1356 ein entscheidendes Datum, als der Kaiser das Münzrecht der Kurfürsten ausdrücklich anerkannte. Von diesem Zeitpunkt bis 1871 war die Münzgeschichte in Deutschland von großer Vielfalt geprägt, da viele Staaten ihr eigenes Geld ausgaben.

Neuzeit

In der Münzkunde beginnt die Neuzeit mit dem Entstehen des Talers. Erstmals wurde 1486 unter Erzherzog Sigismund (Tirol) eine große Silbermünze geschlagen. Diese Münze war das Vorbild für den im böhmischen Joachimsthal geprägten Taler, der sich in den folgenden Jahrhunderten über die ganze Welt verbreitete. Der Taler stellt den ersten Fall einer kompletten Ablösung von allen Vorbildern vorangegangener Münzarten dar.

Insgesamt zeigte sich in der Münzgeschichte bis in die Neuzeit immer wieder der ähnlich ablaufende Prozess des Wertverlustes: Während Geld in Form von Münzen anfänglich aus wertvollem Material bestand (Gold-, Silber- oder Kupfermünze) und ihr Tauschwert dem Wert dieses Materials entsprach (vollwertige Münzen), wurden später Münzen hergestellt, deren Materialwert unter ihrem Tauschwert lag, indem man die Münzen kleiner und leichter machte oder sie aus einer Legierung wertvoller und geringwertiger Materialien herstellte (unterwertige Münzen). Heutzutage ist deshalb der Münzhandel, gerade für Sammler, sehr wichtig. Inzwischen bieten Münzhändler neben dem Verkauf von Münzen auch den Münzankauf an.

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