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Brancheninfo: Schreibbüro

Schreibbüro

Ein Schreibbüro ist ein Unternehmen oder eine Abteilung innerhalb eines Unternehmens, das Schreibaufgaben übernimmt, beispielsweise Diktate abtippt oder Schriften korrigiert. Schreibdienstleistungen werden inzwischen zunehmend an ein Schreibbüro vergeben, da es heutzutage mittels digitaler Diktiertechnik einfach geworden ist, Diktate schnell und günstig zu verschicken.
In Deutschland gibt es sowohl große Schreibbüros mit über 100 Mitarbeitern, als auch das klassische, kleine Schreibbüro, in dem wenige Personen arbeiten. Ärzte sind der größte Kunde von vielen Schreibbüros, da fast jede Operation und jeder Befund in schriftlicher Form in der Akte des Patienten abgelegt werden muss. Außerdem müssen bei Entlassungen oder Überweisungen ausführliche Arztbriefe erstellt werden. Diese Niederschriften erledigt oft ein (externes) Schreibbüro, nachdem der Arzt den Text in ein Diktiergerät gesprochen hat.
Nach den Ärzten sind Juristen auch ein wichtiger Kunde für Schreibbüros.

Dienstleistungen eines Schreibbüros


Ein Schreibbüro bietet oft folgende Dienstleistungen an:

- Schreibdienste: Der Kunde diktiert einen Text in ein Diktiergerät und verschickt die Kassette oder digitale Datei an das Schreibbüro. Das Schreibbüro bearbeitet die Texte. Einige Schreibbüros bieten auch Schreibdienste für englische oder anderssprachige Texte an. Idealerweise hat ein Schreibbüro bereits Erfahrung auf dem Gebiet, um das es in dem Text geht (beispielsweise im medizinischen, juristischen oder technischen Bereich). Das ist gerade dann wichtig, wenn viel Fachterminologie verwendet wird oder beispielsweise Formeln erstellt werden müssen.
- Präsentationen: Einige Schreibbüros bieten auch das Erstellen von (Power Point-) Präsentationen an. So erspart sich der Kunde eine aufwendige Gestaltung von Präsentationsfolien und muss nur den Text der Präsentation diktieren.
- Textbearbeitung: Ein Schreibbüro hilft auch dann, wenn der Kunde den Text bereits fertig getippt hat, aber Probleme mit der Formatierung auftreten. Ein Schreibbüro kann beispielsweise Kopf- und Fußzeilen erstellen, Seiten nummerieren, ein Inhaltsverzeichnis anfertigen oder Hervorhebungen in den Text einfügen.
- Korrektur lesen: Nicht immer muss der Text vom Schreibbüro selbst geschrieben sein - einigen Kunden genügt auch nur eine Korrektur eines eigenen Textes. So kann ein Schreibbüro oft besser Fehler entdecken als der Kunde, da sich dieser eher auf die Aussage des Textes konzentriert und das Schreibbüro "sachlicher" an den Text herangeht.
- Urlaubsvertretungen: Fällt ein Mitarbeiter urlaubs- oder krankheitsbedingt eine Weile in einem internen Schreibbüro eines Unternehmens aus, so kann ein externes Schreibbüro dessen Aufgaben übernehmen.
- Gestaltung: Einige Schreibbüros beschränken sich nicht nur auf das Abtippen von Texten und der Formatierung, sondern bieten auch Layout-Dienste an.

Die am häufigsten vorkommenden Dateiformate, mit denen ein Schreibbüro arbeitet, sind DSS-Daten (das Format, das von den meisten Diktiergeräten verwendet wird), WAV, MP3, OGG, WMA und AIF sowie andere Formate wie Kassetten.

Au

Au

Der Begriff Au bezeichnet ein Münchner Stadtviertel, das zusammen mit Haidhausen den Stadtbezirk "Au-Haidhausen" bildet. Die Au wird nördlich begrenzt durch das Deutsche Museum bzw. südlich durch die Wittelsbacherbrücke. Das Bild der Au ist geprägt von Altbauten und den Isarauen.
Die Au ist ein aufstrebendes Viertel, das früher als "Glasscherbenviertel" verschrien war und heute immer mehr junge Leute anzieht. Einerseits liegt die Au zentral und ist somit verkehrsgünstig angebunden, andererseits haben sich in der Au und vor allem im benachbarten Glockenbachviertel viele Bars und Kneipen angesiedelt.

Geschichte der Au

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Au um 1340 als "Awe ze Gyesingen". Wörtlich übersetzt bedeutet Awe bzw. Au "Land am Wasser", was sich durch die Nähe zur Isar erklären lässt. Im Gegensatz zu anderen Münchner Stadtvierteln wuchs die Bevölkerung in der Au rasch an: 1806 lebten bereits 6000 Einwohner in der Au. Kurze Zeit später, 1808, wurde die Au in den Rang einer Stadt erhoben - als "Vorstadt Au".
Ab 1818 bildete die Au mit Untergiesing eine eigene Gemeinde, bevor sie 1854 nach München eingemeindet wurde. In den nächsten Jahren entwickelte sich die Au zu einem Handwerkerviertel und zur "Arbeitervorstadt". Immer mehr Häuser wurden gebaut, um der wachsenden Einwohnerzahl gerecht zu werden. Im Zweiten Weltkrieg wurde aber rund die Hälfte des Wohnungsbestandes wieder zerstört.

Die Au heute

Aktuell steht in der Au nur noch rund ein Fünftel der Wohnungen vor dem Zweiten Weltkrieg. Deshalb sind die Altbauten in der Au so begehrt, was auch die Preise dafür hochtreibt. Während die Au früher als Arbeitervorstadt bekannt war, hat sich dieses Image längst geändert: Handwerks- und Gewerbebetriebe wurden weiter ausgelagert, neuer Wohnraum kam hinzu. Die Au ist heute beliebter denn je.
Trotzdem hat sich die Au gewisse Traditionen bewahrt. So findet beispielsweise dreimal jährlich die "Auer Dult" statt. Der traditionelle Jahrmarkt in der Au gastiert auf dem Mariahilfplatz neben der Mariahilfkirche und bietet verschiedene Fahrgeschäfte, Essensstände und eine Art Flohmarkt, bei dem man von Töpfen über Bücher bis hin zu traditioneller Trachtenkleidung alles Mögliche kaufen kann.
Daneben war die Au früher bekannt für ihre vielen Brauereien, von denen heute aber leider nur noch wenige erhalten sind. Brauereibesitzer hatten sich in der Au angesiedelt, weil das Stadtviertel dank der Nähe zur Isar ideale Bedingungen für die unterirdische, kühle Lagerung von Bier bot. Bekannt ist die Paulaner-Brauerei und das nahe gelegene Gasthaus "Paulaner am Nockherberg", das einmal jährlich den traditionellen Starkbieranstich im Salvatorkeller veranstaltet.

Verkehrsanbindung in der Au

Da die Au zentral in München gelegen ist, erreicht man sie sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut. Eine wichtige Straße ist die Ohlmüllerstraße, die Verlängerung der Frauenstraße (zu erreichen über die Reichenbachbrücke).
In der Au halten verschiedene Linien der öffentlichen Verkehrsmittel, erwähnenswert ist die Tramlinie 27 (Haltestelle Mariahilfplatz), die Buslinie 52 (Haltestelle Mariahilfplatz) und die U-Bahnlinien U2 und U1 (Haltestelle Kolumbusplatz).