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Parkett Maxvorstadt: 5 Einträge gefunden

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Brancheninfo: Parkett

Parkett

Ein Parkett bezeichnet einen hochwertigen Fußbodenbelag für Innenräume aus kleinen, zusammengesetzten Holzstücken. Das Holz wird in kleine Stücke gesägt und in bestimmte Muster, beispielsweise Fischgrätmuster oder Oxford-Verband, zusammengefügt. Im Normalfall liegen die Holzfasern horizontal - Holzböden, bei denen man Jahresringe sieht, die Fasern also vertikal stehen, werden Holzpflaster genannt.
Ein Boden aus langen Holzbrettern bezeichnet man nicht als Parkett, sondern als Dielenboden. Im Gegensatz zu diesem benötigt ein Parkettfußboden einen tragfähigen Untergrund. Ein Parkett wirkt raumklimaregulierend und gilt wegen seiner geschlossenen Flächen als sehr hygienisch. Parkettböden sollte man hin und wieder mit einem speziellen Pflegemittel behandeln. Weist das Parkett bereits viele Kratzer und dunkle Stellen auf, empfiehlt sich eine Renovierung mittels einer Parkettschleifmaschine und die anschließende Versiegelung mit Lack.

Die Geschichte des Parketts

Holzfußböden gibt es in Europa bereits seit dem Mittelalter. Im 13. Jahrhundert legte man noch rohe Bohlen nebeneinander, später gehobelte Dielen aus Weichhölzern wie Tanne oder Kiefer. Daraus ging das Parkett in seiner heutigen Form hervor. Schon damals galt Parkett als hochwertiger, repräsentativer Fußboden - vorerst war Parkett vorwiegend in Palästen zu finden, später auch in den Häusern von wohlhabenden Patriziern.
Ab dem 17. Jahrhundert wurde des Parkett endgültig zum festen Bestandteil der Innenarchitektur. Allerdings war es lange Zeit noch einer wohlhabenden Oberschicht vorbehalten. Den Höhepunkt erreichte die Parkettkunst im 18. Jahrhundert, wo kunstvolle Intarsienböden nicht nur Ornamente, sondern auch ganze Bilder und aufwendige Szenen im Holz verewigten. Mit der Industrialisierung und kostengünstigerer Produktion, fand das Parkett schließlich den Weg in viele Wohnzimmer und öffentliche Gebäude. Heute ist der Bodenbelag aus Holz gefragter denn je. Seit den 1970er Jahren gibt es auch den Ausbildungsberuf des Parkettlegers.

Die Materialien aus denen Parkett bestehen

Traditionelle europäische Holzarten, die zu Parkett verarbeitet werden, sind Akazie/Robinie, Ulme/Rüster, Apfelbaum, Birnbaum, Edelkastanie, Eiche (hell und dunkel), Buche, Ahorn, Birke, Nussbaum/Walnuss, Kirsche, Esche und Olive.
Außerdem kommen auch außereuropäische Holzarten wie Kambala, Afzelia, Jatoba, Cabreuva, Eukalyptus, Mutenye, Bongossi, Kosipo, Kotibe, Landa, Limbali, Louro vermelho, Peroba, Merbau, Teak/Burma, Zebrano, Santos-Palisander, Bubinga und Mahagoni zum Einsatz.

Verlegearten des Parketts

Man unterscheidet zwischen folgenden Verlegemustern: Schiffsboden-Verband, Englischer Verband, Oxford-Verband, Fischgrätmuster, Französisches Fischgrät, Altdeutscher Verband, Flecht-Boden, Flecht-Boden mit Würfeln, Parallel-Verband, Leiter-Boden und Würfel-Verband.

Arten von Parketts

Man unterscheidet zwischen folgenden Arten von Parkett:

Massivparkett: Massivparkett besteht aus Massivholzstücken. Ein Massivparkett wird in der Regel roh verlegt und mit einer Parkettschleifmaschine in mehreren Schleifungen abgeschliffen. Danach versiegelt man den Parkettboden mit Parkettlack, Wachs oder Fußbodenöl. Es gibt unterschiedliche Massivparkettarten, die sich in den Abmessungen und der Stärke unterscheiden. Man unterscheidet Stabparkett, Mosaikparkett, Lamparkett und Hochkantlamellenparkett.
Parkettdiele: Eine Parkettdiele besteht aus massiven Parkettstäben, die zu einer Diele verleimt werden. Die Bretter sind meist 2 bis 3 Meter lang. Normalerweise werden 2 oder 3 Stabreihen parallel verlegt.
Massivdiele: Massivholzdielen bestehen aus einem massiven Stück Holz und haben ein großflächiges Format. Die Stärke beträgt meist 21 Millimeter, wenn die Diele auf Unterkonstruktionen angebracht werden soll.
Tafelparkett: Das Tafelparkett nennt man auch gerne die "Königin unter den Holzfußböden" oder "Französisches Parkett". Dabei werden geometrische Muster aus Rauten und Sternen zu quadratischen Tafeln verleimt. Oft kommen verschiedenfarbige Hölzer zum Einsatz.
Mehrschichtparkett/Fertigparkett: Ein Fertigparkett kann aufgrund seines mehrschichtigen Aufbaus ohne vollflächige Verklebung in einem Klick-System auf eine Unterlagsmatte verlegt werden. Entscheidend für die Qualität von Fertigparkett-Systemen ist die Qualität des Oberflächenlacks (denn dort findet die Belastung statt), die Qualität der Dielenverbindung und die Verwendung hochwertiger Verlegetechnik.

Maxvorstadt

Maxvorstadt

Mit dem Begriff Maxvorstadt wird ein nördlich der Altstadt gelegenes Stadtviertel im Herzen Münchens bezeichnet. Die Maxvorstadt (Stadtbezirk 3) wird aus den Bezirksteilen Königsplatz, Augustenstraße, St. Benno, Marsfeld, Josephsplatz, Am alten nördlichen Friedhof, Universität, Schönfeldvorstadt und Maßmannbergl gebildet.
Die Maxvorstadt erstreckt sich über ca. 430 Hektar und wird von rund 41000 Münchnerinnen und Münchnern bewohnt.

Lage und Verkehrsanbindung der Maxvorstadt

Der südliche Teil der Maxvorstadt schließt direkt an die Münchner Altstadt an. Die südliche Grenze des Bezirks Maxvorstadt verläuft entlang der Achse Odeonsplatz-Stachus-Bahngelände/Arnulfstraße. Im Norden wir die Maxvorstadt von der Schwabinger Georgenstraße begrenzt, im Osten vom Englischen Garten (Königinstraße). Im Westen liegt Neuhausen, die Grenze zwischen den beiden Stadtbezirken bilden Loth- und Maillingerstraße. Für Autofahrer ist der Altstadtring gut erreichbar, besonders nützlich sind auch die Ludwigsstraße und die Schleißheimerstraße, die die Maxvorstadt von oben nach unten durchqueren.
Die Maxvorstadt ist verkehrsmäßig äußerst gut erschlossen. Die U-Bahn Linien U3 und U6 (Haltestellen Odeonsplatz, Universität), U1 (Stiglmaierplatz) sowie U2 (Königsplatz) bedienen die Maxvorstadt direkt. Zusätzlich stehen diverse Tramlinien (16, 17, 20, 21 und 27) und Buslinien zur Verfügung. Die Innenstadt und der Hauptbahnhof sind von der Maxvorstadt aus mit den öffentlichen Verkehrsmitteln jeweils in nur wenigen Minuten erreichbar.

Geschichte der Maxvorstadt

Der Name Maxvorstadt geht auf den König Maximilian I. Joseph zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Maxvorstadt, die als erste planmäßige Erweiterung der Münchner Altstadt konzipiert wurde, im Jahr 1812.
Ein Großteil der Gebäude der Maxvorstadt wurde allerdings erst in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts unter Ludwig dem I. erbaut. Geprägt ist die Maxvorstadt in erster Linie von einem klassizistischen Architekturstil, der das klassische Altertum (vor allem die griechische Antike) nachahmt. Nach der Vorstellung Ludwigs des I. sollte im Bereich der Maxvorstadt ein "Isar-Athen" entstehen. Ein großer Teil der bekanntesten Bauten der Maxvorstadt wurde von den beiden Architekten Leo von Klenze und Friedrich von Gärtner konzipiert.

Die bekanntesten Orte der Maxvorstadt

Auch wenn im Lauf der Zeit immer mehr moderne Gebäude errichtet wurden, ist die Maxvorstadt immer noch stark vom klassizistischen Einfluss geprägt. Zu den bekanntesten Bauwerken und Orten der Maxvorstadt gehören:

- Die Ludwigsstraße, die am Siegestor (nach dem Vorbild eines antiken Triumphbogens gebaut) beginnt und unter anderem von der Staatsbibliothek und den Gebäuden der Ludwig-Maximilians-Universität gesäumt wird. Die Maxvorstadt ist somit auch das Viertel der Münchner Universitäten. Der Einfluss der Studenten sorgte früher für ein besonderes Flair in der Maxvorstadt, das teilweise bis heute zu spüren ist.
Der Königsplatz mit der Glyptothek, den Propyläen. Überhaupt ist die Maxvorstadt eines der kulturellen Zentren Münchens: die Pinakotheken, das Lenbachhaus, die Staatliche Graphische Sammlung etc. bieten kulturelle Unterhaltung auf höchstem Niveau.
Sowie die klassizistischen Gebäude in der Ludwigstraße, der Briennerstraße sowie am Odeonsplatz, Wittelsbacherplatz, und Karolinenplatz.
Ruhe und Erholung mitten in der Maxvorstadt bietet der Alte Botanische Garten.