Second Hand
Mit dem Begriff "
Second Hand" (Englisch für "
zweite Hand") bezeichnet man
gebrauchte Gegenstände, die als Geschenk oder aber durch Tausch beziehungsweise Verkauf den Besitzer wechseln und so in "
zweiter Hand" weiterverwendet werden.
In erster Linie wird der Begriff
Second Hand im Bezug auf Kleidung verwendet. Mit Second Hand werden aber auch häufig
gebrauchte Bücher, Schallplatten und CDs, Videospiele oder seltener auch Möbel bezeichnet.
Second Hand Waren sind in speziellen Läden, auf Flohmärkten und in letzter Zeit auch massiv auf diversen Internet-Plattformen und bei Online-Auktionshäusern erhältlich.
Second Hand Kleidung
Am bekanntesten und meisten verbreitet ist das
Second Hand Konzept im Kleidungs- beziehungsweise Modebereich. Unterscheiden muss man hier zwischen:
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Klassische Second Hand Läden: Angeboten werden hier Waren aller Art, oft auch im schlechtem Zustand. Zielgruppe dieser
Second Hand Läden sind meist die finanzschwächeren Gesellschaftsschichten. Gefragt ist häufig Markenkleidung, die nicht gebraucht aussieht. Verbreitet sind auch Second Hand Läden, die sich auf den Verkauf von Kinder-Kleidung spezialisiert haben:
Second Hand macht hier besonders viel Sinn, da durch das schnelle Wachstum häufig neue Anziehsachen benötigt werden.
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Trendige Second Hand Läden: Sie befinden sich meist in den alternativen, angesagten Vierteln der Städte. Charakteristisch für diese Art von
Second Hand Läden ist eine sehr beschränkte, voll gestellte Ladenfläche. Meist führen die Geschäfte Mode aus bestimmten Jahrzehnten (besonders populär sind hier die 60er, 70er und 80er Jahre) oder Kleidung nach einem bestimmten Motto. Ein Paradebeispiel hierfür ist der so genannte Retro-Look, der erheblich durch
Second Hand Waren wie Trainingsjacken und -hosen, Ledertaschen oder auch Holzfäller-Hemden geprägt ist. Die Kleidung wird nicht selten vor dem Verkauf repariert, geändert oder aufgewertet. Die Kundschaft in diesen Second Hand Läden ist meist jung, schick und oft auch äußerst finanzkräftig. Der
Second Hand Trend findet sich auch als Zitat in aktuellen Mode-Kollektionen wieder. Es entsteht der so genannte Vintage-Look, für den neue Kleidung extra "auf alt" getrimmt wird, um einen
Second Hand Look zu imitieren.
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Designer Second Hand Läden: Seltener sind Geschäfte, in denen hochwertige Designer Moden als
Second Hand Ware angeboten werden. So kann ein Kundenstamm, der sich sonst nie Designer Mode leisten könnte, doch noch in den Genuss dieser kommen.
Im Bereich der
Second Hand Läden kann zudem noch zwischen verschiedenen Modellen der Warenbeschaffung unterschieden werden. Meist werden die Kleidungsstücke von einem Großhändler gekauft. Seltener gibt es auch Läden, die Kleidung von Privat ankaufen. Manchmal wird die Ware des Kunden auch in Kommission genommen, für ihn verkauft und eine Provision ausbezahlt.
Umsonst-Läden: Eine besondere Form von Second Hand
Eine besondere Form von
Second Hand Läden sind die so genannten
Umsonst Läden. Hier werden die
Second Hand Gegenstände (die zuvor kostenlos zur Verfügung gestellt wurden) nicht verkauft, sondern können umsonst mitgenommen werden. Dahinter steckt das sozialrevolutionär-politische Konzept einer solidarischen Gesellschaft. Deutlich wird hier die soziale Komponente des
Second Hand Konzepts, die bei kommerziellen Second Hand Läden oft verloren geht. Finanziert werden die
Umsonst Läden durch Spenden oder von verschiedenen sozialen Trägern.