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Pfandhaus Maxvorstadt: 3 Einträge gefunden

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Branche: Pfandhaus Maxvorstadt
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Brancheninfo: Pfandhaus

Pfandhaus

Ein Pfandhaus ist ein Unternehmen, das dem Kunden im Austausch für einen Gegenstand einen Kredit vergibt. Der Kunde hat die Wahl, das Pfand wieder einzulösen (also das Darlehen zurückzuzahlen und den Gegenstand wieder zu erhalten) oder den Kredit nicht zurückzuzahlen und den Gegenstand somit im Eigentum vom Pfandhaus zu belassen.
Das Pfandhaus ist auch unter den verwandten Begriffen Leihhaus, Pfandleihanstalt oder Leihamt bekannt. In einem Pfandhaus arbeiten Pfandleiher - das sind Facharbeiter, die in der Regel eine behördliche Erlaubnis zur Tätigkeit in einem Pfandhaus besitzen.

Ablauf in einem Pfandhaus

Wer ein Darlehen von einem Pfandhaus erhalten möchte, bringt den Gegenstand zum Pfandleiher. Der begutachtet den Gegenstand und legt den aktuellen Wert fest. Von diesem Wert zahlt das Pfandhaus eine festgelegte Summe - meist liegt das Darlehen zwischen 25 und 50 Prozent des Wertes.
Danach wird ein Termin vereinbart, bis zu dem das Pfand im Pfandhaus wieder eingelöst werden muss. Meist beträgt diese Frist drei Monate plus einen Monat als Überziehungsmöglichkeit. Der Kunde kann in diesem Zeitraum seinen Gegenstand im Pfandhaus wieder auslösen (einschließlich der anfallenden Zinsen), den Zeitraum verlängern oder auf beides verzichten. In diesem Fall wird der Pfandgegenstand öffentlich versteigert. Gelingt es dem Pfandhaus nicht, den Gegenstand zu versteigern, so darf er ihn verkaufen - allerdings muss das Pfandhaus den Gegenstand mindestens einmal in einer Auktion angeboten haben.

Akzeptierte Gegenstände im Pfandhaus

Im Pfandhaus werden alle möglichen Gegenstände akzeptiert und beliehen. Viele Menschen beleihen ihren Schmuck, ihre Uhren, ihre Edelsteine oder wertvolle Familienerbstücke ebenso wie Gold- und Silberwaren (beispielsweise hochwertiges Besteck, Kerzenleuchter oder andere Gegenstände).
Des Weiteren kann man aber auch elektronische Geräte wie Computer, Hifi-Anlagen, Fotoapparate und Fernseher beleihen. Oftmals vergibt ein Pfandhaus auch Darlehen auf Autos. In einigen Fällen beleihen sogar Unternehmen ihre Arbeitsgeräte wie beispielsweise Bohrer, Hammer, Betonmischer usw.

Vorteil von einem Pfandhaus

Der Besuch von einem Pfandhaus bietet für den Kunden mehrere Vorteile. Zum einen erhält er so sicher einen sofortigen Kredit und muss nicht (wie beispielsweise bei einer Bank) eine Bonitätsprüfung über sich ergehen lassen und auf das Geld warten. Außerdem ist ein Pfandhaus diskret - für viele Kunden ist das ein entscheidendes Argument.
Zum anderen hat ein Pfandhaus den Vorteil, dass man kurzfristige finanzielle Engpässe einfach und unproblematisch überbrücken kann. Wer knapp bei Kasse ist, besucht ein Pfandhaus, bis er wieder flüssig ist - dann kann man den Gegenstand wieder einlösen. Außerdem sind die Gegenstände im Pfandhaus sicher verwahrt. Autos beispielsweise werden oftmals in eigenen Garagen vor Witterungseinflüssen geschützt, die Fahrzeugpapiere und der Schlüssel sogar in einem Bankschließfach aufbewahrt.

Maxvorstadt

Maxvorstadt

Mit dem Begriff Maxvorstadt wird ein nördlich der Altstadt gelegenes Stadtviertel im Herzen Münchens bezeichnet. Die Maxvorstadt (Stadtbezirk 3) wird aus den Bezirksteilen Königsplatz, Augustenstraße, St. Benno, Marsfeld, Josephsplatz, Am alten nördlichen Friedhof, Universität, Schönfeldvorstadt und Maßmannbergl gebildet.
Die Maxvorstadt erstreckt sich über ca. 430 Hektar und wird von rund 41000 Münchnerinnen und Münchnern bewohnt.

Lage und Verkehrsanbindung der Maxvorstadt

Der südliche Teil der Maxvorstadt schließt direkt an die Münchner Altstadt an. Die südliche Grenze des Bezirks Maxvorstadt verläuft entlang der Achse Odeonsplatz-Stachus-Bahngelände/Arnulfstraße. Im Norden wir die Maxvorstadt von der Schwabinger Georgenstraße begrenzt, im Osten vom Englischen Garten (Königinstraße). Im Westen liegt Neuhausen, die Grenze zwischen den beiden Stadtbezirken bilden Loth- und Maillingerstraße. Für Autofahrer ist der Altstadtring gut erreichbar, besonders nützlich sind auch die Ludwigsstraße und die Schleißheimerstraße, die die Maxvorstadt von oben nach unten durchqueren.
Die Maxvorstadt ist verkehrsmäßig äußerst gut erschlossen. Die U-Bahn Linien U3 und U6 (Haltestellen Odeonsplatz, Universität), U1 (Stiglmaierplatz) sowie U2 (Königsplatz) bedienen die Maxvorstadt direkt. Zusätzlich stehen diverse Tramlinien (16, 17, 20, 21 und 27) und Buslinien zur Verfügung. Die Innenstadt und der Hauptbahnhof sind von der Maxvorstadt aus mit den öffentlichen Verkehrsmitteln jeweils in nur wenigen Minuten erreichbar.

Geschichte der Maxvorstadt

Der Name Maxvorstadt geht auf den König Maximilian I. Joseph zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Maxvorstadt, die als erste planmäßige Erweiterung der Münchner Altstadt konzipiert wurde, im Jahr 1812.
Ein Großteil der Gebäude der Maxvorstadt wurde allerdings erst in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts unter Ludwig dem I. erbaut. Geprägt ist die Maxvorstadt in erster Linie von einem klassizistischen Architekturstil, der das klassische Altertum (vor allem die griechische Antike) nachahmt. Nach der Vorstellung Ludwigs des I. sollte im Bereich der Maxvorstadt ein "Isar-Athen" entstehen. Ein großer Teil der bekanntesten Bauten der Maxvorstadt wurde von den beiden Architekten Leo von Klenze und Friedrich von Gärtner konzipiert.

Die bekanntesten Orte der Maxvorstadt

Auch wenn im Lauf der Zeit immer mehr moderne Gebäude errichtet wurden, ist die Maxvorstadt immer noch stark vom klassizistischen Einfluss geprägt. Zu den bekanntesten Bauwerken und Orten der Maxvorstadt gehören:

- Die Ludwigsstraße, die am Siegestor (nach dem Vorbild eines antiken Triumphbogens gebaut) beginnt und unter anderem von der Staatsbibliothek und den Gebäuden der Ludwig-Maximilians-Universität gesäumt wird. Die Maxvorstadt ist somit auch das Viertel der Münchner Universitäten. Der Einfluss der Studenten sorgte früher für ein besonderes Flair in der Maxvorstadt, das teilweise bis heute zu spüren ist.
Der Königsplatz mit der Glyptothek, den Propyläen. Überhaupt ist die Maxvorstadt eines der kulturellen Zentren Münchens: die Pinakotheken, das Lenbachhaus, die Staatliche Graphische Sammlung etc. bieten kulturelle Unterhaltung auf höchstem Niveau.
Sowie die klassizistischen Gebäude in der Ludwigstraße, der Briennerstraße sowie am Odeonsplatz, Wittelsbacherplatz, und Karolinenplatz.
Ruhe und Erholung mitten in der Maxvorstadt bietet der Alte Botanische Garten.